Von hier aus fühlt sich der Besucher in der ersten Reihe, will er die imposante Marksburg auf dem gegenüber liegenden Ufer studieren. Aber auch Brey selbst hat eine Historie, die bis in die Jungsteinzeit zurück reicht.
Bodenfunde zeugen von der frühen Besiedlung. Später gehörten Römer zu den Bewohnern der Gegend. Zahlreiche Bodenrelikte sowie die Reste einer römischen Wasserleitung geben Aufschluss über römisches Leben in Brey. Der begehbare Tunnel-Abschnitt ist etwa 40 Meter lang, in einer Tiefe von 4 bis 4,5 Metern in das Schiefergestein gebrochen und führt auch heute noch Wasser. Führungen sind möglich. Umfangreiche Prospektionen in den Jahren 2003 bis 2005 haben den Verlauf der römischen Wasserleitung auf über 660 Meter nachgewiesen.
Heute ist Brey eine moderne Wohngemeinde mit schöner Fachwerkbausubstanz im Ortskern. Vielfach liebevoll restauriert, sind die Breyer Bürger sich hier ihres historischen Erbes bewusst. Ein reges Vereinsleben bietet Unterhaltung, und eine ganze Reihe saisonaler Feste locken im Jahreslauf nicht nur die Einwohner.