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Zur Kirchengeschichte von Brey

Die Kirche in Brey gehörte ursprünglich zum Bezirk der Großpfarrei Boppard. Die Kirche war als wormsisches Lehen im Besitz der Herren von Eppstein (Eppsteinsches Lehenverzeichnis). 1280 wurde die Kirche zusammen mit dem Hof, dem Patronatsrecht und dem Zehnten von den Brüdern Gerhard und Gottfried von Eppstein dem Kloster Mariaroth bei Waldesch/Hunsrück übertragen. Damit scheint der Lehnsherr, das Domstift worms nicht einverstanden gewesen sein. Jedenfalls verzichtete Mariaroth im Jahr 1281 zugunsten des St. Martinsstift in Worms.
Damals versah ein Priester dreimal wöchentlich den Dienst in der Kapelle. Er erhielt dafür Einkünfte aus dem Zehnten eines Hofes zu Brey vom Kapitel St. Martin. Die Kirche wird erneut um 1330 als Capella erwähnt. Zweihundert Jahre später (1534) wurde sie der Pfarrkirche in Niederspay inkorporiert. Brey gehörte zusammen mit Nieder- und Oberspay sowie den Siebenborner und Jakobsberger Höfen zumKirchspiel Spay im kurtrierischen Amt Boppard. Landesherr war derTrierer Erzbischof.

Katholische Kapelle

Eine Kapelle in Brey wurde erstmals im Jahr 1280 erwähnt. Der 1699 errichtete (Neu-)Bau wurde 1804 geschlossen und 1882 restauriert. Die heutige moderne Kapelle enthält noch den Chor des 14. Jahrhunderts mit einer gestelzten Apsis als 5/8-Schluss (mit Dachreiter). Das Schiff wurde 1954 errichtet. - Im Inneren finden sich einige beachtenswerte Ausstellungsstücke und Malereien des 15. Jahrhunderts, eine hübsche Sakramentnische (14. Jahrhundert) und ein Rokokoaltaraufsatz. Die Glasscheiben mit Heiligen in Graumalerei stammen aus dem ersten Drittel des 15. Jahrhunderts. 

Quelle: Rettinger; Dehio; Krämer; red. Bearb. S.G.